Im Kontext

Fast immer sind die Gedanken schneller als die Augen und verfälschen das Bild.
Marlen Haushofer (Die Wand)

 

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Das fünfte Jahr

Klappentext

Das fünfte Jahr (Foto des Buches: Andreas Bohren) Das fünfte Jahr (Foto des Buches: Andreas Bohren)
Diese Novelle schildert Ereignisse eines Jahres aus der Sicht einer Vierjährigen, die auf dem Hof ihrer Grosseltern in den Bergen aufwächst. Die Kinder der Grosseltern sind alle gestorben (vermutlich im Krieg), und Marili, die wohlbehütete Enkelin, entdeckt mit kindlicher Neugier die Sonnen- und Schattenseiten des Lebens. Die Grossmutter ist eine stille, melancholische Frau, gezeichnet vom Leben, während der Grossvater mit seinem ruhigen, fröhlichen Gemüt sehr viel Wärme ausstrahlt. Marili könnte mit ihrem Leben zufrieden sein, wären da nicht ein paar furchteinflössende Dinge, mit denen sie konfrontiert wird. Beispielsweise jenes Bild des Gekreuzigten in ihrem Zimmer. Marili ängstigt sich davor, weil der Sohn Gottes, der für die Sünden der Menschen gestorben ist, in der Nacht aus dem Bild steigt und mit seiner bedrohlichen, vorwurfsvollen Gegenwart den Raum ausfüllt. Marili kann sowieso nicht  verstehen, zu was dieser Sohn Gottes gut sein soll - sie jedenfalls braucht ihn nicht. Viel lieber betet sie zum lieben Gott, ein alter und freundlicher, mächtiger Verwandter ihres Grossvaters. Dann ist da noch jene Kröte, die ihr oftmals im Traum erscheint und qualvolle Tode stirbt.

Für diese Erzählung erhielt Marlen Haushofer im Jahre 1953 den Förderungspreis: "Kleiner Österreichischer Staatspreis für Literatur".

Einzelheiten

Verlag: Jungbrunnenverlag, Wien
Umschlag: Illustration von Helmut Rehm
Anzahl Seiten: 87
Erscheinungsjahr: 1951
Bemerkungen: Erstausgabe
Taschenbuch: List (Ullstein) Buchverlage GmbH, Berlin
ISBN: 978-3-548-60331-5
Hinweis zum Taschenbuch: Enthält die beiden Novellen: "Wir töten Stella" und "Das fünfte Jahr"

Auszug aus dem Buch (Leseprobe)

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