Im Kontext

Fast immer sind die Gedanken schneller als die Augen und verfälschen das Bild.
Marlen Haushofer (Die Wand)

 

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Rückblick auf die Ausstellung in Linz


Nachdem die Ausstellung "Ich möchte wissen, wo ich hingekommen bin" am 16. November 2010 zum letzten Mal ihre Türen schloss, zieht das Adalbert-Stifter-Institut ein positives Fazit:

Die Ausstellung „Ich möchte wissen, wo ich hingekommen bin. Marlen Haushofer 1920-1970“, die anlässlich zweier Gedenktage – 90. Geburtstag und 40. Todestag der Autorin – vom 12. April bis 16. November 2010 in der Galerie im StifterHaus zu sehen war, zählt zu den meistbesuchten Literaturausstellungen der letzten Jahre.

Inhaltlich auf drei Lebensbereiche der Schriftstellerin ausgelegt – Kindheit in der abenteuerlichen Welt der oberösterreichischen Voralpen, bürgerliche Existenz als Hausfrau, Mutter und Zahnarzthelferin in Steyr, Parallelexistenz und geistiger Austausch in der Gesellschaft von Schriftsteller-KollegInnen in Wien – regte die Ausstellung dazu an, sich erstmals oder erneut mit den Texten der Autorin zu beschäftigen und sich insbesondere neben dem literarischen Werk für Erwachsene Haushofers Romanen für Kinder zuzuwenden.

Besonders groß waren Interesse und Resonanz bei Lehrern und Schülern der AHS-Oberstufe. Zusammen mit dem zur Ausstellung erschienenen Katalog boten Führungen den 28 besuchenden Schulklassen eine Möglichkeit zum Kennenlernen der Schriftstellerpersönlichkeit Marlen Haushofer.

Ein ausgewähltes Rahmenprogramm wurde am 31. Mai mit einer eindrucksvollen Lesung der Schauspielerin Martina Gedeck aus Marlen Haushofers „Die Wand“ (320 Besucher) begonnen, von dem Vortrag „Wände und Räume. Optionen schreibender Frauen nach 1945. Marlen Haushofer und Hannelore Valencak“ der Literaturwissenschafterin und -kritikerin Dr. Evelyne Polt-Heinzl am 27. September ergänzt. Kinder im Volksschulalter begeisterten sich in verschiedenen Workshops bei der „Entdeckungsreise Literatur (28.9.-7.10.2010) für die Protagonisten aus Haushofers Kinderbüchern.

Am 29. November fanden die Rahmenveranstaltungen mit einer Live-Aufführung des HörTheaters „Der Knabe im Dschungel“ - nach einem Fernsehspiel von Marlen Haushofer - ihren vorläufigen Abschluss.

(Dieser Text wurde freundlicherweise vom Adalbert-Stifter-Institut zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!)

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