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Fast immer sind die Gedanken schneller als die Augen und verfälschen das Bild.
Marlen Haushofer (Die Wand)

 

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Porträt einer charismatischen Schauspielerin

Foto: dpa (Quelle: http://www.focus.de/) Foto: dpa (Quelle: http://www.focus.de/)
Momentan laufen die Dreharbeiten zur Romanverfilmung "Die Wand" unter der Regie von Julian Roman Pölsler. In der Hauptrolle: Die deutsche Schauspielerin Martina Gedeck. Grund genug, hier ein Kurzporträt der wandlungsfähigen Künstlerin zu veröffentlichen:

Martina Gedeck wurde in München geboren und wuchs in Landshut und Berlin auf. Vor Abschluss der Schulausbildung ging sie für ein Jahr in die USA und begann nach dem Abitur ein Studium der Geschichte und Germanistik in Berlin, bevor sie von 1982 bis 1986 das Max-Reinhardt-Seminar an der Berliner Hochschule der Künste besuchte und sich zur Schauspielerin ausbilden liess.

Im Fernsehen debütierte sie 1988 mit ihrer ersten Hauptrolle in "Die Beute" von Dominik Graf. In Fernsehserien wie "Eurocops" und "Liebling Kreuzberg" wirkte sie in Gastrollen mit, bis sie 1994 für die Hauptrolle in Jo Beiers "Hölleisengretl" den Bayerischen Fernsehpreis erhielt.

In vergleichsweise kurzer Zeit avancierte Martina Gedeck zu einer der erfolgreichsten und gefragtesten deutschen Schauspielerinnen, die in nahezu allen Filmgenres aktiv ist. Zwischen Fernsehspiel und Kino, Drama und Komödie wechselt sie scheinbar mühelos. Im Kino war Martina Gedeck zuletzt in dem Stasi-Drama "Das Leben der anderen" zu sehen. Sie erhielt den Bundesfilmpreis, den Adolf-Grimme-Preis und den Bayerischen Filmpreis zum Teil mehrfach.
 
In Barbara Freys Regie kehrte sie nach längerer Abstinenz als Lessings "Minna von Barnhelm" wieder auf die Bühne zurück. "Gedecks dunkle Weichheit, ihre herbe Gefühligkeit und ihr wundervolles Understatement lassen Minna nie kühl erstarren. So leise-verletzlich, bitter und handfest hat man Minna kaum je gesehen", schrieb die "Welt" zur Premiere.

Quelle:
Externer Link Theaterkanal.zdf.de